Bei den Passagierlisten der Auswandererschiffe handelt es sich um
handschriftliche Dokumente in Formularform, die in unterschiedlicher
Qualität überliefert sind. Die Qualität der Daten kann von folgenden
Umständen beeinträchtigt werden:
• Manche Einträge sind schlecht oder gar nicht lesbar. Dies kann
unterschiedliche Gründe haben (beschädigte Liste, unleserliche
Handschrift, Korrekturen oder Streichungen auf der Liste oder ähnliches).
• Manche Einträge sind nicht eindeutig. Insbesondere im späten
19.
Jahrhundert mangelte es den Schreibern an Sorgfalt (ungenaue Zuordnung der
Einträge, verrutschte Zeilen, ein Eintrag für mehrere Personen oder ganze
Familien oder ähnliches).
• Oft beruhten die Einträge auf den Passagierlisten auf mündlichen
Auskünften der Auswanderer. Durch Hörfehler oder absichtliche
Veränderungen von Namen oder Berufen (Amerikanisierung) entstanden
Qualitätsverluste der Ursprungsdaten.
• Zu unterschiedlichen Zeiten liegen unterschiedlich viele
Informationen zu den Auswanderern vor. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts
verzeichneten die Passagierlisten 11 Angaben zu jedem Auswanderer; zu
Beginn des 20. Jahrhunderts wurden bereits 40 Daten von jeder Person
erfasst.
• Die Informationen auf den Passagierlisten sind je nach Zeitraum
uneinheitlich. So wurden beispielsweise nicht immer die Herkunftsorte der
Auswanderer notiert.
Die Deutsche Auswanderer-Datenbank versucht, durch ein Notierungssystem
auf erkennbare Probleme der Datenqualität hinzuweisen.